Von der Rifugio Lancia (1802 m) zur Rifugio Campogrosso (1456 m)


Tag 3:02.07.2014
Gehzeit:6:30 Stunden
Höhenmeter:   870 m↑, 1310 m↓


 Diemal starteten wir 8:00 Uhr.


Der Weg war sehr angenehm und wir gewannen allmählich an Höhe.


Im Hintergrund ist das Pasubio Massiv zu sehen, über welches wir heute noch gehen werden.


Auch Gemsen querten hier unseren Weg.


Immer wieder stießen wir auf Unterstände aus dem ersten Weltkrieg. Im Winter muss das Leben selbst ohne Kampfhandlungen dort sehr hart gewesen sein.


Letzten Winter (2013/2014) gab es gerade in diesem Gebiet sehr viel Schnee, so dass selbst im Anfang Juli noch größere Schneefelder vorhanden waren.


Die Umgehung dieses Schneefeldes war aber kein Problem.


Der Dente Austriaco des Pasubio wurde am 20.5.1916 von den Östereichern besetzt.  Direkt gegenüber entstand gleichzeitig der Ausbau des Dente Italiano durch die Italiener. Auf beiden Platten wurden MG- und Artilleriestellungen gebaut. Allein in 11 Tagen kamen bei Kämpfen hier 7862 Soldaten ums Leben.


Auf diesem Bild ist der Rest der Italienische Platte von der Österreichischen Platte aus zu sehen. Der äußere Teil der italienischen Befestigungen wurde am 13. März 1918 mit 50 Tonnen Sprengstoff in die Luft gejagt. Hierfür hatten die Östereicher einen Sprengstoffstollen bis unter die italienischen Befestigungen getrieben. Noch heute ist diese Zerstörung deutlich zu sehen.


Beim Blick zurück von der Italienischen zur Österreichischen Platte sieht man die ehemaligen Stellungen der MG's (Löcher) noch gut.


Die Gänge auf der Italienischen Platte sind heute noch begehbar und hier als Rundgang mit 15 min. ausgeschildert. Was für ein Aufwand wurde hier getrieben!



Weiter ging es über die "Straße der Helden", über die im 1. Weltkrieg viele Italiener an die Front zur Italienischen Platte gingen. Heute ist es eine befahrbare Straße über die auch die Refugio "Rif. Achille Papa" versorgt wird. Zum Glück ist sie für den öffentlichen Verkehr gesperrt.


Nach einem größeren Abstieg kamen wir zum Fugazze-Pass (1162 m), wo wir in der dortigen Gaststätte, die auch Übernachtungen anbietet, jeder 2 Espresso tranken. Diese taten uns sehr gut und wir entschieden uns dann die nächste Tagesetappe, die im Rother Wanderführer mit 2:15 Stunden angegeben wird, noch dran zu hängen.

Vom Fugazze-Pass ging es erst über Wiesen und dann durch einen dichten Wald ca. 400 m aufwärts bis sich uns dann auf dem Sattel "Selletta Nord-Ovest" ein schöner Blick auf den weiteren Verlauf des Weges zeigte. Unser Ziel versteckt sich noch hinter dem Wald am Ende der Ebene.


Gegen 18:00 Uhr kamen wir dann an der sehr schönen Refugio Campogrossa an. Hier buchten wir, wie auch bei allen anderen Unterkünften, Halbpansion.

Zum Abend gab es hausgemachte Nudeln, die uns sehr gut schmeckten.